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Grüner Tee


Heiltrank und Lifestyle – das Einmaleins des grünen Tees


Tee, wie ihn die Natur geschaffen hat, ist grün – am Strauch und in der Tasse. Schwarz wird er erst, wenn er oxidiert. Dazu aber soll es in manchen Ländern nicht kommen. In China, der ursprünglichen Heimat des Tees, oder Japan lieben die Menschen grünen Tee. Um die Oxidation zu verhindern, rösten oder dämpfen einheimische Bauern ihre Blätter, die Farbe und das natürlich frische Aroma bleibt dadurch erhalten.
Grüntee ist beliebt, denn er belebt und ist so gesund, dass ihn die chinesische Medizin bei allen möglichen Leiden empfiehlt. Er reguliert die Verdauung, senkt Fieber und unterstützt den Kreislauf, um nur einige wenige Eigenschaften zu nennen. Darüber hinaus soll grüner Tee das Immunsystem stärken und Krankheiten gar nicht erst aufkommen lassen, wenn man ihn regelmäßig trinkt. Kein Wunder, dass ihn die Japaner bei jeder Gelegenheit trinken. Restaurants zum Beispiel heißen ihre Gäste mit einer Tasse Tee gratis willkommen. Und tatsächlich zählt Japan zu den Ländern mit der höchsten Lebenserwartung.
Kein Wunder auch, dass das Jahrtausende alte Getränk zusehends in den Fokus der Forschung rückt. Prompt weist die in den Blättern von Grüntee einen noch kaum bekannten, aber bedeutenden Inhaltsstoff nach: Epigallocatechingallat – kurz EGCG – könnte bei Alzheimer, Diabetes, Multiple Sklerose und vielen anderen Leiden helfen, selbst bei einigen Krebsarten.



Yin und Yang – Anregung und Entspannung durch Grüntee


Grüner Tee zeichnet sich jedoch nicht nur als Heilmittel aus. Er ist besonders reich an Tanninen oder Gerbstoffen und beruhigt daher auch besonders – sofern er länger als drei bis vier Minuten gezogen hat.
Seltsamerweise sind aber weniger die Gerbstoffe der Grund, warum Grüntee der Besinnlichkeit dient und in Ritualen gebraucht wird. Zen-Mönche etwa trinken ihn zur Teezeremonie wegen seines ebenfalls hohen Gehalts an Koffein – landläufig auch Tein genannt und nach der Rechtschreibreform auch nur noch mit einem e geschrieben. Es schärft die Sinne, um jeden Moment bewusst zu erleben.
„Koffein? Macht das nicht hibbelig?“, könnte man jetzt einwenden. Tatsächlich nicht so stark bei Tee, denn der aufmunternde Stoff ist hier anders gebunden als im Kaffee. Die Wirkung setzt verzögert ein, klingt langsamer wieder ab und ist damit auch weniger belastend für Herz und Kreislauf. Übrigens geht sie nicht verloren, wenn die Gerbstoffe sich zu lösen beginnen. Die beruhigende Wirkungsweise ergänzt sich dann mit der anregenden. Yin und Yang im grünen Tee? Passt doch.



Die kleine Sorten-Fibel des grünen Tees


Grüntees unterscheiden sich in mehreren Kriterien. Neben den Boden- und Witterungsverhältnissen spielt der Grad der Fermentierung bzw. Oxidation eine Rolle. Sie setzt praktisch nach dem Pflücken ein. Alles, was weniger als zur Hälfte fermentiert ist, geht als grüner Tee durch. Schwarzer beginnt erst bei über 50 Prozent. Die goldene Mitte heißt Oolong, ebenfalls ein in China und Japan kalt und heiß geliebtes Aufgussgetränk.
Andere Länder, andere Verfahren: Chinesische Teebauern rösten ihre Blätter nach der Ernte in der Pfanne und erhalten dadurch ein rauchiges bis blumiges Aroma. Die Japaner hingegen dämpfen ihren Tee, was ihm eine grasige Note verleiht.



Bekannte Grüntees aus China


Gunpowder: zu kleinen Kugeln gedrehte Blätter. Bitter im Geschmack und aufgrund ihres hohen Koffeingehalts hart in der Wirkung. Dieser Tee hält, was sein Name verspricht.
Chun Mee: auch als Nummer 9371 bekannt. Sehr populär in China, kräftige Note, dabei leicht säuerlich.
Jasmintee: mit Jasminblüten aromatisiert, schmeichelt dem Gaumen mit einem zarten und lieblichen Geschmack (samova Sorte: Jasmin Green).



Bekannte japanische Grüntee-Sorten


Sencha: zu Deutsch „Kochtee“. In Japan am häufigsten getrunken, gehört er auch im Westen zu den gängigsten Grünteesorten. Es unterscheidet sich Kocha, die alte Ernte, von Shincha, der neuen und kostbareren. Sie zeichnet sich durch eine leichte Süße aus (samova Sorte: Director’s Cut).
Matcha: Pulverisierte Blätter, wie sie in der Teezeremonie zum Einsatz kommen. Der Teemeister verrührt die leuchtend grüne Substanz mit Wasser zu einer schaumigen Masse. So bleibt alles Koffein enthalten und die Teilnehmer wach, um zur inneren Einkehr zu gelangen.
Gyokuro: Drei Wochen seiner Reifung auf dem Feld verbringt der „Edeltau“ abgedeckt unter Bambusmatten. Auf diese Weise vermindern sich die Bitterstoffe, und die Blätter entwickeln einen feinen Geschmack. Der allerdings dringt erst ab einer größeren Menge durch.



Unser Tipp:


Anders als Schwarztee will Grüntee nicht mit kochendem Wasser aufgegossen werden. Würden sich dadurch doch zu viele Gerbstoffe lösen und auch Vitamine verloren gehen. Am liebsten hat er einen Aufguss von 70 bis 80 Grad. Diese Temperatur können Sie auch ohne Thermometer erreichen, indem Sie den Wasserkocher nach dem Aufkochen einfach circa zehn Minuten stehen lassen.