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Kräutertee


Kräutertees – Durstlöscher und Medizin



Gedenken wir der Entdecker jener Substanzen, die mit heißem Wasser einen erquickenden und wohltuenden Kräutertee abgeben. Hohe Risiken haben sie auf sich genommen, denn mit Kräutern ist nicht zu spaßen. Manche bescheren einem etwa düstere Träume, andere sind schwer bekömmlich. Es ist eben nicht alles gut, was auch gut riecht.
Aber die Zeit lebensgefährlicher botanischer Abenteuer ist lange vorbei, sehr lange. Tatsächlich wussten die Menschen recht früh, welches Kraut sie für welchen Zweck aufzugießen hatten. Ob als Durstlöscher oder Medizin, Kräutertees tranken sie schon vor der Antike. Historische Belege für den Teekonsum gehen auf das zweite und dritte Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung zurück. Es sind Rezepturen mit den jeweiligen Wirkungsweisen und dergleichen mehr, aufgezeichnet von Ägyptern, Chinesen und Sumerern.
Im Gegensatz zu schwarzem und grünem Tee enthalten Kräutertees in der Regel kein Koffein oder Tein. Ausnahmen: Mate, Guaraná und Kolanuss. Die wesentlichen Inhaltsstoffe der verwendeten Blätter, Blüten oder Samen sind ätherische Öle – sie geben ihnen das Aroma –, Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe. Sie möchten Näheres über das eine oder andere Kraut erfahren? Hier ein kleiner Überblick über Zutaten von Kräutertees:



Anis


Die würzig-süße Note seiner winzigen Früchte erinnert entfernt an Lakritz und dürfte vielen von Schnäpsen wie Ouzo, Sambuca oder Pastis her bekannt sein. Anis wächst wild in der östlichen Mittelmeerregion, wird aber inzwischen auch in unseren Breiten angebaut. Ernte ist im Spätsommer.



Brennnessel

Wenn sie in den Tee kommt, ist sie getrocknet und brennt nicht mehr. Die schmerzenden Härchen an ihren Blättern hat sie dann bereits verloren. Von den 35 Arten wachsen in Deutschland die Kleine und die Große Brennnessel. Letztere eignet sich für Kräutertee. Ihr weiches Aroma lässt sich mit einem Spritzer Zitrone noch verfeinern. Doch Vorsicht, übertreiben Sie es nicht mit dem Trinken: Brennnesseltee gilt als harntreibend.



Fenchel

Verwandt mit dem Anis besitzt Fenchel einen ähnlichen Geschmack. Das bis zu zwei Meter hoch sprießende Kraut ist weltweit verbreitet und in Deutschland über den gesamten Sommer hinweg erntefrisch zu haben. Seine Samen finden sich zuweilen getrocknet und zerrieben als Kräutertee wieder.



Guaraná


Die Kletterpflanze wächst tief im Amazonasbecken und hat es in sich. Oder vielmehr das Pulver aus ihren getrockneten und geschälten Samen. Als Tee zubereitet macht Guaraná hellwach, und zwar nicht mal nur für eben. Aufgrund eines hohen Anteils an Gerbstoffen wirkt das enthaltene Koffein länger als bei Kaffee.



Hibiskus


Ein Malvengewächs, auch Eibisch genannt. Die getrockneten Blüten verleihen dem Aufguss eine rötliche Farbe und ein säuerliches Aroma. Hibiskus wächst in den wärmeren Regionen der Erde. Forscher der Tuffs-Universität in Boston wollen herausgefunden haben, dass dieser Kräutertee den Blutdruck senkt (naturideen.de).



Holunderblüten


In Österreich als Holler, der Schweiz als Holder und in Norddeutschland als Flieder bekannt, handelt es sich um den Schwarzen Holunder, der in die Tasse kommt. Präziser: seine Blütenstände, getrocknet und gesiebt. Sie bestechen durch eine fruchtig-süße Frische. Uneinigkeit besteht darüber, ob das in Mitteleuropa beheimatete Gewächs nun ein großer Strauch oder kleiner Baum ist. Immerhin kann es gut zehn Meter in die Höhe schießen.



Ingwer


Konfuzius sagt: „Wer Ingwer auf die Reise nimmt, wird ihre Unbill besser überstehen.“ Tatsächlich gibt es Ingwertropfen gegen Reisekrankheit. Ob auch ein Schluck Ingwertee hilft, wissen wir nicht, aber schaden kann er auf keinen Fall. Seine süße Schärfe befreit den Kopf und weckt die Lebensgeister. Benutzt wird hierfür das getrocknete Rhizom, die Sprossachse zwischen Wurzel und oberem Pflanzenteil mit seinen langen schmalen Blättern. Ingwer kommt hauptsächlich in subtropischen Gebieten vor, wächst unter guten Bedingungen aber auch bei uns.



Kamille


Streift man an heißen Sommertagen durch die Natur, sticht ihr Duft besonders hervor, und er macht Durst. Die Echte Kamille ist in ganz Europa zuhause, ihre Blütenblätter und -köpfe zählen hier zu den populärsten Kräutertees.



Kolanuss


Nicht alles, was Kola heißt, muss zuckersüß sein oder sprudeln. Getrocknet und zerrieben mit heißem Wasser aufgegossen schmecken die Samen des Kolabaums eher bitter. Aber das Gebräu eignet sich prima als Frühstückstee, denn es enthält Koffein. Die Heimat des Kolabaums sind die Tropen.



Kümmel


Kommt als ganzes Korn in den Tee, oft auch in Verbindung mit Fenchel oder Anis, um sein kräftig-würziges Aroma abzumildern. Kümmel wird in unseren Breiten angebaut und häufig bei Blähungen angewandt (kraeuter-welt.de).



Lindenblüten


Gelbgrün beginnt es im Wipfel der Linde zu leuchten, wenn sich ihre Knospen öffnen. Eine Menge Sonne kommt dort oben an. Ist es deren Wärme, welche die süßlich duftenden Blüten im Kräutertee weitergeben?



Mate


Als koffeinhaltige Limonade seit einigen Jahren Insider-Getränk der Hackerszene. Die getrockneten und zerkleinerten Blätter des südamerikanischen Stechpalmengewächses Ilex paraguensis heißen eigentlich Yerba. Bei Mate handelt es sich ursprünglich um das Gefäß mit dem Schnabel, aus dem sich das anregende Getränk saugen lässt.



Melisse


Auch Zitronenmelisse genannt, weil sie so stark nach Zitronen duftet. Als Kräutertee finden ihre getrockneten Blätter Verwendung. Die südeuropäische Pflanze gedeiht auch hier prächtig und durfte bereits im Mittelalter in keinem Klostergarten fehlen.



Minze


Im Volksmund von Minze gesprochen, ist meist die Pfefferminze gemeint – der Klassiker unter den hiesigen Teekräutern. Als einzige der rund 20 Minze-Arten besitzt sie einen hohen Anteil an Menthol, dessen Schärfe sie wohl ihren Namen zu verdanken hat. Die Blätter können frisch wie getrocknet aufgebrüht werden. In unseren samova Mischungen (zum Beispiel Green Chill) verwenden wir auch gerne die kleinblättrige, mildere Krauseminze.



Salbei


Man soll nicht immer nach dem Aussehen gehen. Salbeiblätter sind runzlig, behaart und muten auf den ersten Blick so gar nicht zum Trinken an. In der Teetasse hingegen überzeugen sie durch ihr kräftig erfrischendes Aroma. Die ursprünglich im mediterranen Raum beheimatete Pflanze war schon bei den Römern beliebt. Sie gaben ihr auch den Namen Salvus, der sich vom lateinischen salvere ableitet – zu deutsch „gesund sein“.



Zitronengras


Wie muss man sich in einem Feld aus Gras fühlen, das Höhen von bis zu zwei Metern erreicht und nach Zitrone duftet? Versuchen Sie sich das doch mal bei einer Tasse Tee des aus Südasien und Südamerika stammenden Gewächses vorzustellen. Nichts leichter als das.



Unser Tipp:


Genießen Sie Ihren Kräutertee heiß im Winter und eisgekühlt im Sommer. Wer auf fruchtige Getränke steht, ergänzt den heißen oder kalten Tee mit einem Schuss naturtrübem Bio-Apfelsaft. Getrocknete Kräuter sollten rund zehn Minuten ziehen, im frischen Zustand reicht es meist schon, sie nach dem Aufguss zu entfernen.