Warenkorb (0) 0,00 €

Rooibostee


Rooibostee – die koffeinfreie Alternative



Schon gewusst? Der Rooibos wächst bei Wuppertal. Genaugenommen zwischen Wuppertal, Clanwilliam und Citrusdal, drei Städtchen im Westen Südafrikas. Hier in den Zederbergen – und nur hier – ist er zuhause, der Rotbusch, wie er im deutschsprachigen Raum auch heißt.
Die nadelförmigen Blätter des Strauchs könnten dem Tee durchaus Konkurrenz machen, wenn sie denn Koffein bzw. Tein enthielten. Tun sie aber nicht. Und daher ist Rooibostee die koffeinfreie Alternative. Denn, in Farbe und Aroma kommt er sowohl schwarzem Tee als auch grünem Tee ziemlich nahe. Schwarzem und grünem? Richtig. Wie Tee lässt sich auch ein Rotbusch-Aufguss mit fermentierten dunklen und nicht fermentierten grünen Blättern genießen.
Um letztere zu erhalten, muss die Ernte lose gebündelt und getrocknet werden – was die südafrikanische Sommersonne im Handumdrehen schafft. Die Fermentation hingegen erfordert, dass die Farmer ihr Produkt pressen und wässern, bevor sie es über eine riesige Fläche zum Trocknen verteilen. Dadurch entfaltet sich wie beim Schwarztee eine kräftigere Note, aber es gehen auch wertvolle Inhaltsstoffe verloren. Erntezeit ist von Dezember bis April.



Vom Spätentwickler zum Tee-Trend


In Deutschland gewann Rooibostee erst Anfang der 1990er Jahre an Popularität – mehr allerdings der fermentierte rotbraune als der teurere grüne. Recht spät eigentlich. Schließlich berichtete der schwedische Naturforscher Carl Peter Thunberg schon 1772 von dem Gewächs, das den im Süden und Südwesten Afrikas lebenden Einheimischen, den Khoisan, als Heilpflanze diente. Der Grund für die Verzögerung: Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts kam ein russischer Teehändler auf die Idee, die Blätter zu vermarkten – zunächst hauptsächlich in Südafrika. Außerdem konnte man die Aspalathus linearis (so nennen Botaniker den Rotbusch) über viele Jahre nur wild abernten, und das führte zu Versorgungsengpässen. Die lösten sich erst allmählich auf, als südafrikanische Farmer 1930 Mittel und Wege fanden, die Rooibos-Pflanze auf Feldern anzubauen.
In Deutschland kursiert neben den regulären Bezeichnungen Rooibos- und Rotbuschtee auch der tollkühne Name Massaitee. Der Volksstamm der Massai jedoch lebt in Ostafrika, tausende Kilometer entfernt vom Anbaugebiet, und hat mit unserem Tee so wenig zu tun wie ein Alpenhirte mit Sushi.



Was steckt drin im Rotbusch?


Nicht ganz klar ist, wem oder was der Busch seinen Namen zu verdanken hat. Dem Tee, der fermentiert einen rötlichen Ton annimmt? Oder dem Rotbraun seiner jungen Zweige, das unter den Blättern und Blüten allerdings völlig untergeht? Wir wissen es nicht. Macht aber auch nichts, wichtig ist, was drin steckt im Rotbusch, und das ist eine Menge. Nicht umsonst spielt er im Alltag der Südafrikaner eine große Rolle. Sie benutzen den Rooibos nicht nur zum Trinken, sondern auch zum Kochen, Backen, Färben und Heilen.
Als gesundes Getränk gilt Rooibostee allemal. Frei von Koffein und mit nur wenigen Gerbstoffen ist er laut rotbuschtee.com auch für Schwangere, Menschen mit Bluthochdruck und Kleinkinder bekömmlich. Darüber hinaus enthält er nach Angaben der Webseite Vitamin C und Spurenelemente, vor allem Kalium, Kalzium, Magnesium und Natrium. Rotbuschtee wirke sich auch krampflösend auf die Darmmuskulatur aus, heißt es dort, und beruhige nervöse Kinder. Das sei zurückzuführen auf bestimmte Pflanzenstoffe, so genannte Flavonoide. Wer weiß, vielleicht lohnt es sich ja, es erst einmal mit Rooibostee zu versuchen, bevor gleich Ritalin ins Spiel kommt? Wer dazu etwas Ernsthaftes zu berichten hat, ist herzlich eingeladen, uns zu schreiben (contact@samova.net).